20 April, 2018

ist doch gar nicht zero! - grüne Gedanken beim Perfektionismus

Je tiefer ich in die Zerowastematerie eindringe, um so lauter werden unsinnigerweise empörte Gegenstimmen:
Wie kannst du behaupten, du würdest nachhaltig leben, wenn du doch verpacktes Fleisch kaufst und dein Nudelvorrat aus einer Packung mit Plastikfenster stammt?! 
Du bist lebst wohl kaum den Zerowaste-Lifestyle, nur weil du hier einen auf Bambuszahnbürste machst, aber dein Klopapier immer noch zig-fach gebleicht und in Plastik verpackt ist.



Nein, ich werde realistisch niemals eine Zerowasterin.
  • Ich weiß keinen Unverpacktladen in meiner Nähe und kann einige Lebensmittel einfach nicht ohne Verpackung kaufen. So oft wie möglich greife ich auf Glas oder Papier zurück, aber auch hier sind realistisch gesehen irgendwann die Grenzen erreicht.
  • Ich bin nicht reich und brauche meine Ersparnisse für Notfälle (Heizung kaputt, Waschmaschine kaputt, Auto kaputt). Für ein kleines Stück Fleisch den vierfachen Preis zu zahlen, oder Kartoffel für 4€ pro Kilo zu kaufen kann ich mir nicht dauerhaft leisten
  • Zum Nähen, Basteln, Selberherstellen kann ich mich oft und gerne bewegen und habe viel Spaß dabei. Doch mit Fulltimejob, Zuckermädchen und großem Sportinteresse muss ich bei meiner Freizeit Abstriche machen, wenn ich ein Produkt selbst herstelle. Mädels, ich hab heute keine Zeit für euch, weil ich meine Milch noch herstellen muss!  Das geht, aber das geht für mich sicher nicht immer.
  • Ich habe meine Grenzen, wie zum Beispiel das oben erwähnte Klopapier, Verhütungsmethoden, Medikamente und andere Dinge, die für mich nicht mit Wohlgefühl im Zerowastestyle umzusetzen sind.
  • Beim Anblick der mit Müll eines ganzes Jahres gefüllten Schraubgläser, die manch eine der Zerowasteikonen (zu Recht) stolz präsentiert, wird mir ganz komisch im Magen. Mit meiner gefüllten Restmülltonne fühle ich mich fast unwertig.

Also ist mein Projekt gescheitert?
Nein. Sicher nicht.  

Ich bin zwar von Zero waste weit entfernt, und  halte dieses Ziel realistisch betrachtet für utopisch, aber less waste macht ebenfalls einen großen Unterschied! 

Ich habe mein Haushaltsmüllaufkommen drastisch reudziert. Kann einige Produkte mit unverpackten, umweltschonenden Mitteln selbst herstellen. Habe ohne viel Geld dafür auszugeben Abschminkpads, Backpapier, Frischhaltefolie, Schwammtücher und andere Artikel zu hundert Prozent ersetzt. Und vielleicht hab ich sogar zwei bis drei von euch in ein oder zwei Situationen zum Umdenken animiert.
Stellt euch mal vor, das würden alle so machen. Das hätte einen gewaltigen Impact.

Ich betone es immer wieder und sage es auch heute gerne noch einmal.
Zerowaste ist ein Prozess, kein On/Off-Schalter.
Bei mir begann es mit Q-Tipps und Wattepads und nach und nach grabe ich mich weiter in die Materie vor, finde neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit und entscheide selber, was für mich in meinem Leben umsetzbar ist.

Vielleicht sollten wir den Anspruch an "die Anderen" etwas tiefer schrauben und dafür selbst den ersten Schritt wagen? Vielleicht sollten wir insgesamt den Anspruch an uns nicht ganz so hoch hängen und dafür mehr Leute erreichen?


Lieblingsgrüße!

12 April, 2018

Pefekt für Kinderhände - Wir verraten euch unser Brotrezept

Ich bin unschlüssig, in welche Kategorie dieser Beitrag fällt.
Einerseits ist es lecker und selbstgemacht, andererseits sind es doch auch grüne Gedanken, wenn wir unser Brot nicht mehr in Plastiktüte beim Discounter kaufen (das Zuckermädchen liebt nämlich Toastbrot... ungetoastet... ihr erinnert euch an unseren Toaster?).

Auf jeden Fall ist es ein absolutes Geheimrezept, perfekt für Kinder und Anfänger, aber doch auch wieder so einfach, dass es die Titulierung "Rezept" gar nicht wirklich verdient.

Ihr merkt, ich rede um den heißen Brei herum und es erweckt den Anschein, als würden wir das geheime Brotrezept gar nicht mit euch teilen wollen.
Aber so ist es natürlich nicht. Also frisch rein ins Geschehen:




Wir backen unser Brot seit einigen Monaten selber. Zuvor gab es hier beim Wocheneinkauf regelmäßig eine (Plastik-)packung günstiges Toastbrot - Vollkornvariante immerhin - aber hey, wir wollen da lieber nicht die Zutatenliste recherchieren, oder? Ich selbst bin kein großer Brotfan. Ich mag es lediglich ultrafrisch und noch zungenverbrennungswarm aus dem Backofen. Für mich gab es alle paar Wochen eine (Plastik-)packung Eiweißbrot. Nur für den Fall, dass ich mal Laust auf ein Avocado-mit-Ei-Brot habe.

Unser Brotverbrauch war also weder besonders kostenintensiv, noch extrem plastikintensiv. Neben der Einsparung von Plastik, war es bei uns insbesondere der Wunsch zusammen in der Küche zu experimentieren. Und so probierten und testeten wir, bis wir unser eigenes und super einfaches kindertaugliches Brotrezept parat hatten.


Ihr braucht: 
200g Vollkornmehl
250g Dinkelmehl
ca. 400ml lauwarmes Wasser
1 EL Honig
1 Pck. Hefe
1 TL Salz


Die Vorgehensweise ist easy. Jeder der schon einmal Brot gebacken hat, wird abwinken und denken: pff... kenn ich schon. Aber gerade das ist ja so schön! Es ist so einfach, dass selbst das Zuckermädchen die Vorgehensweise nach ein paar Broten im Blut hat.

Zuerst mischen wir die Hefe mit Honig und ca. 200ml Wasser in einer Schüssel. Das Wasser darf wirklich nur laumwarm sein. Auf keinen Fall heiß. denn das zerstört die Hefe. Statt Honig könnt ihr  Zucker verwenden, Alternativen, wie Birkenzucker (Xylit) funktionieren aber nicht.
Die Hefe darf nun mindestens 30min an einem warmen Ort ruhen und schäumt dabei auf.


Nun werden Mehl und Salz in einer zweiten Schüssel gemischt. Die Hefemischung wird hinzugegeben. Das restliche Wasser wird erst in die jetzt leere Hefeschüssel gefüllt, einmal geschwenkt und dann zur Mehlmischung gegeben.
Jetzt heißt es kneten, kneten, kneten. Mit der Maschine oder mit den Händen, bis der Teig rund und fest wird.
Der Teig darf anschließend noch einmal mindestens 60min an einem warmen Ort ruhen und geht dabei richtig schön auf.



Nun nur noch einmal durchkneten und in eine (gerne mit Butter oder Öl ausgepinselte) Backform geben. Jetzt noch einmal mindestens 30min ruhen lassen und dann bei 200° Umluft 20 - 30min backen, bis die Kruste goldbraun geworden ist.

Das Beste an dem Rezept: Die Mehlsorten könnt ihr austauschen und mischen, wie ihr mögt. Weizenmehl, Dinkelmehl, Mandelmehl... ganz egal. Ich ersetze auch keine einen Teil des Mehls duch gemahlene Nüsse oder zarte Haferflocken oder mische den Mandeltrester unter, der von meiner Mandelmilch übrig bleibt. Man könnte auch Samen, Kerne oder gehackte Nüsse untermengen, wenn man kein Zuckermädchen zufrieden stellen müsste.
Aber auch ohne besondere Zutaten ist das Brot super lecker und schmeckt lange frisch. Ich schneide für uns übrigens immer direkt die Hälfte des Brots in Scheiben und friere es ein.


Wir wollen als nächstes das Wasser durch Milch ersetzen, etwas mehr Zucker beimengen und dann Rosinen dazu geben (Bäckersleut` unter euch? Funktioniert das wohl?)


Viel Spaß beim Nachmachen.

Lieblingsgrüße!


06 April, 2018

Zahnhygiene - grüne Gedanken im Badezimmer

Bei der Zahnhygiene mache ich keine Späße!
Saubere, glatte und möglichst auch weiße Zähne sind mir persönlich einfach wichtig. Ich lache viel zu oft, um meine Zahnreinigungen auf irgendeine verrückte Weise zu dezimieren.
Deshalb war ich mir auch recht sicher, dass ich eher nicht auf alternative Zahnhygiene umsteige. Ich war überzeugt, dass nur meine elektrische Ultraschall Zahnbürste zusammen mit der superchemie-Whitening Zahncreme meinen Ansprüchen genügen kann.

Heute spüre ich wie der nachhaltige grüne Gedanke mich in einen langsamen Prozess einsaugt. Denn seit etwa 3 Monaten steht in meinem Badezimmer eine Bambuszahnbürste neben selbstgemachter Zahncreme.
Zugegeben: Ich habe mir meine selbstgemachte Zahncreme mit der festen Überzeugung zusammen gemischt, dass sie eh nicht funktionieren würde.




Aber von vorne.
Der erste Schritt war eine Bambuszahnbürste aus dem Unverpacktladen. Einfach mal ausprobieren, dachte ich mir. Der Umstieg von der elektrischen Bürste mit Minikopf ist mir nicht leicht gefallen. Ich wusste nicht so recht, wohin mit dem Riesenbürstenkopf und dem harten Holzstiel in meinem Mund und konnte den Druck nicht richtig dosieren. Noch dazu verlor die Bürste bei jedem Putzgang Borsten... Na toll... war ja klar, dass das nicht klappt! 
Aber mittlerweise habe ich "meine persönliche"Bambusbürstenvariante im Netz gefunden. Und nach ein paar Wochen Übung habe ich mich so richtig an meine neue Bürste gewöhnt. Heute komme mit den Holzbürsten viel besser klar, als mit der elektrischen Zahnbürste. Der Aspekt der Handarbeit bringt mir außerdem ein besseres Putzergebnis, als die faule elektrische Variante.



Gleichzeitig fing ich an nach Rezepturen für verschiedene Zahncremevariante zu recherchieren. Die Rezepte sind zahlreich, aber sie bauen alle auf die drei selben Zutaten auf. Kokosöl, Birkenzucker und Natron auf. Ich habe alle Zutaten im Haus. Es wäre also die einfache und logische Konsequenz, das mal auszuprobieren, oder?
Trotzdem war ich unsicher und habe erst Denttabs ausprobiert. Dabei handelt es sich um kleine weiße Tabletten, die vor dem Zähneputzen im Mund zerkaut werden. Sie ersetzen die Zahncreme zu 100% und es gibt sich in verschiedenen Variante, zum Beispiel in Unverpacktläden oder in der Apotheke.  Es funktioniert aber so richtig sauber fühle ich mich damit nicht. So kann ich meine unzähligen und teuren Zahnpastatuben nicht ersetzen!



Da ein Rückzug für mich aber auch nicht in Frage kommt, habe ich mich letztendlich doch an ein Zahnpastarezept gewagt, das ich euch heute mit voller Überzeugung vorstellen kann. 
Ihr braucht: 
4 EL Bio-Kokosfett
2 TL Natron
1 TL Xylit
optional 10 Tropfen Pfefferminzöl
optional 1 Prise Kurkuma
optional 1 Prise Zimt


Die Herstellung ist easy:
Kokosfett im Wasserbad etwas schmelzen (es muss nicht mal flüssig sein) und Natron, Xylit und weitere optionale Zutaten hinzugeben. Durchrühren und wieder fest werden lassen.
Kokosfett wirkt antimikrobiell und  karieshemmend. Natron ist ein altes Hausmittel mit unfassbar vielen Anwendungsmöglichkeiten. Hier sorgte es durch einen schonenden Abrieb für sanfte Aufhellung. Xylit oder auch Birkenzucker ist euch vielleicht aus Zahnpflegekaugummis bekannt. Es wirkt  karieshemmend und sorgt für einen angenehmeren Geschmack. Ebenso wie das Pfefferminzöl, dass auch den Atem erfrischt. Kurkuma kann zusätzlich Schwellungen verhindern und (bei echten Zähnen) aufhellend wirken. Zimt wird eine schmerzstillende und entzündungshemmende Funktion nachgesagt. Bei den letzten beiden Zutaten muss man für geschmackliche Experimente bereit sein.



Ich benutze diese neue müllfreie und plastikfreie Zahncreme nun schon seit Anfang diesen Jahres. Anfänglich noch im Wechsel mit meiner altbewährten Kaufpasta, heute gibt es nur noch die selbstgemachte Zahncreme. An das neue Putz- und Geschmackserlebnis muss man sich tatsächlich erst mal gewöhnen.
Ich bin mit dem Putzergebnis wahnsinnig zufrieden. Nach dem Zähneputzen fühle ich gerne mit der Zunge über die Zähne. Macht ihr das auch immer? Meine Zähne sind ganz glatt und sauber. Diese tolle glatte Gefühl bleibt auch fast den ganzen Tag, bis ich am Abend erneut die Zähne putzen. 

Da mir meine Zähne wichtig sind und ich ein sauberes Lächeln einfach sehr sympatisch finde, mache ich übrigens noch mehr, als das reine Zähne schrubben.
Mindestens einmal im Jahr gehe ich zum Zahnarzt für eine professionelle Zahnreinigung. Das tut nicht weh, dauert ca. 20min und kostet (hier) ca. 30 - 40€. Oft zahlen die Krankenkassen die Zahnreinigung ganz oder teilweise. Fragt das bei euch einfach mal nach.
Mindests einmal pro Woche mache ich eine Ölziehkurz mit Kokosöl. Dazu erwärme ich einen Esslöffel Kokosfett ganz kurz über dem Wasserbad oder einfach in der Mikrowelle und ziehe das flüssige Öl dann 5 - 10min (besser noch länger) langsam durch die Zähne. In der Zwischenzeit räume ich meist die Spülmaschine aus, hänge Wäsche auf oder organisiere den Tag. Das Öl spucke ich danach in die Toilette, besser noch direkt in den Mülleimer. Nicht ins Waschbecken bitte, denn Kokosöl wird wieder fest. Das Öl gelangt in alle Ecken und Winkel im Mundraum und reduziert Zahnbeläge und verhindert Karies.
Alle paar putze ich meine Zähne zusätzlich mit Aktivkohle. Vor oder nach dem normalen Zahnputzvorgang drücke ich meine angefeuchtete Zahnbürste leicht in das Pulver und putze meine Zähne mit der schwarzen Kohle. Das soll die Zähne auf eine schonende Weise aufhellen.

Übrigens habe ich gerade einen Zahnarzttermin gehabt und ich war natürlich echt gespannt! Sonst war mein Zahnarzt immer recht zufrieden. Ab und zu wies er mich darauf hin, dass einige Zähne beim Putzen nicht erreicht oder vergessen werden (Und ich so "Häääh?", denn ich hab doch immer darauf geachtet, alle Zähne zu erwischen.). Er wühlte also in meinem Mund herum, schaute in alle Ecken und meinte dann: "So, da hab ich gar nichts auszusetzen. Hervorragend!"

Ha!
Siehste!

Und ihr? Habt ihr schon mal überlegt Zahncreme selbst zu machen?

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Denttabs (gibt es auch im Unverpacktladen oder in der Apotheke)

Bambuszahnbürsten (gibt es auch im Unverpacktladen)
Kokosöl (oder im Supermarkt oder im Drogeriemarkt)
Natron (oder im Supermarkt)
Xylit (oder im Supermarkt, besser bekannt als Xucker)
Pfefferminzöl 
Aktivkohlepulver


03 April, 2018

Selbstgemachte Granola - Nachhaltig und Gesund - Grüne Gedanken am Esstisch

Seid ihr auch so Müsliknusperer, wie wir?
Besonders morgens liebe ich ein leckeres Müsli mit Quark oder Naturjoghurt, frischem Obst und ein paar Superfoods.

Kürzlich habe ich euch auf Instagram und Facebook an unserer Granola-Back-Aktion teilhaben lassen. "Wie macht ihr das?" habt ihr uns gefragt und natürlich wollen wir das nicht vor euch geheim halten.

Es gab eine Zeit, da bin ich einfach in den Supermarkt gelaufen, habe nach langer Überlegung das Müsli geschnappt auf dessen Verpackung neben einem hellblauem Streifen (der mir "zuckerreduziert" suggerierte) und der Aufschrift Bio auch ein paar Früchte und Nüsse aufgedruckt war. Das überteuerte Müsli war in der Regel in einer überdimensionierten Plastiktüte verpackt. Der Blick auf die Inhaltsangaben hat mir jedoch verraten, dass in dem zuckerreduzierten Biomüsli gar nicht viel guter Inhalt drin ist. Da war der Zuckerzusatz vielleicht noch das Beste!




Noch schlimmer sind nur noch die sogenannten "Frühstückscerealien" für unsere Kiddies. Bunte Loops und Schokocrispies pumpen schon am Morgen die Tagesdosis Zucker ins Blut und dann wundern wir uns noch, warum die Kleinen in der Schule nicht stillsitzen können.

Ich persönlich bin schon vor langer Zeit auf schlichte Haferflocken umgestiegen. Dem Zuckermädchen sind die jeodoch zu langweilig.
Logisch, ich hab sie ja auch jahrelang mit Zuckerkringeln verwöhnt.
Aber seit wir unser Granola selbst machen, ist sie eine ganz begeisterte Gesundfrühstückerin.
Die Basismischung ist super einfach selbst herzustellen. Verfeinern kann man seine Mischung dann ganz nach Lust und Laune.

Ihr braucht:
300g Haferflocken zart und/oder kernig
2 EL Honig (oder Agavendicksaft, Reissirup)
3 EL Kokosöl (oder anderes Öl)




Die Zutaten gebt ihr alle zusammen in eine gute Pfanne. Stellt die Hitze hoch auf den oberen mittleren Bereich (bei mir ist es Stufe 7 von 10) und wendet die Flocken langsam und gleichmäßig. Es dauert eine Weile und anfangs ist das Wenden und Rühren etwas umständlicher, aber schon bald haben sich Honig und Kokosöl mit den Haferflocken verbunden. Jetzt dauert es nicht mehr lange, dann wechseln die Flocken ihre Farbe zu einem karamellbraun und es duftet herrlich nach Granola. Jetzt müsst ihr eure Müslimischung gut weiter rühren und wenden, bis alle Flocken eine goldbraune Farbe angenommen habt.




Dann nur noch abkühlen lassen und nach eigenem Geschmack pimpen.
Als Toppings könnt ihr zum Beispiel folgendes hinzugeben:
Cranberry, Rosinen, Chiasamen, Zimt, Kurkuma, Mandeln, Walnüsse, geschrotete Leinsamen, Zartbitterschokoraspel, Kürbiskernen, gepufftes Quinoa und und und...

Wirklich unglaublich einfach und unfassbar lecker!


Mein ultimativer Hausfrauen-Tipp ist aber, wirklich eine gute Pfanne zu verwenden! Ich habe jahrelang aus Kniepigkeit mit einer ollen Discounterpfanne gebraten. Erst mal braucht man schrecklich viel Öl, dann brennt immer alles an und beim Reinigen kriegt man schnell einen Wutanfall. Ich dachte, ich könnte halt einfach nicht so gut kochen...
Zu Weihnachten habe ich mir dann, mit einem Gutschein und in einem Sonderangebot eine richtig, richtig gute Pfanne gegönnt. Ich fühlte mich verschwenderisch, so viel Geld für eine Pfanne auszugeben. Aber Mädels... echt... ich bin so begeistert! Besonders das Müsli lässt sich darin so easypeasy einfach machen. Es rutscht und flutsch darin herum, bis es goldbraun ist und die Pfanne braucht nur ein wenig Wasser, dann ist sie wieder sauber.
Haha, ihr lacht bestimmt über mich. Besonders wenn ihr mich vielleicht sogar persönlich kennt und euch vorstellt, wie ich in meiner Küche stehe und voller Begeisterung um meine neue Bratpfanne tanze.
Egal! Ich stehe dazu. Und mit der Reife eine 34jährigen Frau darf ich behaupten: Eine gute Bratpfanne gehört in jeden Haushalt! So!

Was ist eure Lieblingszutaten in der Müslimischung?
Und mal ehrlich: Was für eine Pfanne besitzt ihr?

Lieblingsgrüße



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P.S.: Meine Pfanne habe ich hier gekauft. 














27 März, 2018

Genäht! Gratis Sweatjacke aus coolem Freebie

Die Nähmaschinen kommen bei mir momentan zugegebenermaßen etwas kurz. Hier und da fliegt noch mal ein kleiner Auftrag für eine Freundin durch die Nadeln. Eine Babyhose oder eine schlichte Tunika hier, ein Geburtstagshoodie oder ein kleines Täschchen als Geschenkverpackung da.
Die Dinge habe es nicht mal vor die Kamera geschafft. 

Ist aber auch immer blöd, so ohne Model, finde ich.  Und große Geschichten bieten die kleinen süßen Babyklamotten meist auch nicht. Außer das sie ultraklein und ultrasüß sind. 

Aber jetzt gab es endlich wieder etwas für das Zuckermädchen!


 


Kannst du mir mal was richtig Krasses nähen? Kein Kleidchen oder Röckchen sondern was cooles für die Schule?  

Naja, nun bin ich ja schon eine ganze Weile raus aus der Schule, aber ich glaube mit einer ultracoolen Sweatjacke für die coole Erstklässlerin macht man nicht ganz so viel verkehrt. 

Das krasseste daran für mich: Die ganze Jacke hat mich im Grunde nichts gekostet. 
Naja, okay, den Hauptstoff habe ich mal günstig für ein Projekt erstanden. Das ist schon eine ganze Weile her und seitdem liegt er rum. Die Applis waren einst in einer lieben Goodiebag von Stoffe.de und die coolen rosa Details sind fitzelkleine Reste, die ich zusammengetrickst habe. 
Noch dazu gab es das Schnittmuster aus dem Buch "Alles Jersey" gratis dazu im Netz.

Manchmal passt einfach alles zusammen. 



Das Zuckermädchen ist auf jeden Fall zufrieden. Kurzzeitig war sie deprimiert, da hier derzeit Osterferien sind und es noch eine ganze Woche dauert, bis sie endlich wieder zur Schule darf. 
Aber naja... man kann die Jacke ja auch in den Ferien mal tragen, oder?

Wie findet ihr mein jüngstes Werk? Sieht man ihm die totale Resteverwertung an?

Lieblingsgrüße


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Sweatjacke (Freebie) 
French Terry gestreift (ähnlich)
Jersey Punkte

16 März, 2018

Frischhaltefolie ersetzen - Grüne Gedanken in der Küche

Frischhaltefolie und (bei uns vor allem) Aluminiumfolie ist in der Küche ebenso praktisch, wie unnötig.
Sie werden in vielen Haushalten zum Frischhalten von Lebensmitteln verwendet. Das ist natürlich einerseits sehr wichtig, denn verdorbene Lebensmittel wegzuwerfen ist mindestens genauso schädlich für unsere Ökobilanz, wie sie mit Kunststoff zu ummanteln. Als Einwegprodukt landet Frischalte aber direkt nach kurzer Verwendung im Müll. Manchmal sogar vor der eigentlich geplanten Verwendung, denn Frischhaltefolie klebt und knüllt so doof. Kennt ihr das auch?
Meine Frischhaltefolienrolle ist deshalb bereits gute 4 Jahre alt. Stattdessen war ich lange Zeit ein Aluminiumfan, was natürlich keine Alternative ist.



Also? Was können wir hier machen?
Ein Gericht im Kühlschrank unter einem umgedrehten Teller zu schützen, ist genau so einfach und auch nachhaltiger. Für Nostalgiefans gibt es wunderschöne Speiseglocken.
Das Problem dabei: Die Glocken, Teller und Schalen nehmen im Kühlschrank viel Platz weg.
Eine weitere weniger müllintensive Variante ist die Nahrungsmittel in verschließbaren Kunststoffdosen zu verwahren. Aber damit drehen wir uns ja auch wieder um den heißen Plastikbrei herum. 


Nach ein wenig Recherche finde ich im Netz Bienenwachstücher, die den gleichen Zweck erfüllen, aber zum einen wiederverwendbar sind und zum anderen nur aus Baumwolle und Bienenwachs bestehen. Das sollte ich ausprobieren!

Und zwar (deutlich günstiger!) indem ich es einfach selber mache.


Dazu brauche ich
Baumwollstoffreste
ca. 40g Bienenwachs
etwas Öl (z.B. Jojobaöl)
ein Stück Backpapier
Bügeleisen und Unterlage
optional
eine Zackenschere


 

Bienenwachs gibt es online oder in der Apotheke. Dort ist es im Vergleich zwar teurer, aber man kann sich auch die gewünschte Menge abfüllen lassen. Für die von mir benötigten 40g habe ich umgerechnet etwa 1,50 € bezählt. Außerdem hat die nette Apothekerin mir auf meinen Wunsch hin, die Wachspastillen in Papier verpackt. 
Baumwollstoffreste haben die meisten meiner Leser bestimmt zu Hause. Alternativ geht auch ein altes Baumwollhemd, das ihr mit einer Zackenschere zurecht schneidet. 
Nach Backpapier musste ich hier bereits suchen. Das abgbildete Blatt ist tatsächlich mein letztes Stück. Ich habe vor einiger Zeit auf wiederverwendbare Dauerbackfolie umgestellt. und dieses Backpapierblatt nur aufbewahrt um die Steckperlen vom Zuckermädchen zu bügeln.


Die Herstellung ist nun wirklich unglaublich einfach. 
Lege dein zugeschnittenes Stoffstück auf das Backpapier und streue gleichmäßig einige Bienenwachspastillen darauf. Dann gebe alle paar Zentimeter einen Tropfen Öl hinzu. Das macht das Wachspapier geschmeidiger und verhindert, dass es porös wird.



Klappe das Backpapier um, so dass dein Stoffstück nun dazwischen liegt. Wenn du ein sehr großes Stoffstück verwendest, brauchst du vielleicht zwei Backpapier-Zuschnitte.
Das Backpapier wird gebügelt. Das Bienenwachs schmilzt sehr schnell und dringt in das Baumwolltuch ein. Das Prozedere kannst du auch noch einmal wiederholen, falls du stellenweise zu wenig Wachs verwendet haben solltest. 




Die fertigen Wachstücher musst du nur noch kurz abkühlen lassen, damit das Wachs wieder fest wird. Und schon sind deine wiederverwendbaren und sogar recycelten (da Stoffreste) Wachstücher fertig. 



Zum Frischhalten deiner Lebensmittel wärmst du sie in deinen Händen einfach kurz an, indem du sie ein wenig knetest. Die Wärme der Hände reicht aus, um das Wachstuch an die unterschiedlichsten Formen zu fixieren. 
Reinigen kannst du die Tücher ganz einfach mit etwas laufwarmen Wasser und einem weichen Lappen. In Härtefällen vielleicht ein Tropfen Spülmittel, aber den habe ich selbst noch nie gebraucht. 
Achtung: Das Bienenwachstuch ist nicht zum Frischhalten von rohem Fleisch geeignet!


Nach meinen ersten Testwochen  bin ich sehr zufrieden mit den Wachstüchern. Ich muss jedoch feststellen, dass das Öl bei der Herstellung wirklich wichtig ist.
Testweise habe ich auch zwei Tücher ohne Öl hergestellt. Diese Tücher werden bereits nach einigen Benutzungen porös und  nach einem Waschgang mit erst warmen und dann kaltem Wasser, lösten sich einige Wachsteilchen. 
Wer nicht selber machen will, kann auch online kaufen. Ich habe euch mal die günstigsten Angebote heraus gesucht: So gibt es ein Dreierpack  in verschiedenen Größen ganz bequem zu bestellen. Wir haben für uns noch den Brotwickel dazu gekauft, denn hierfür haben wir am häufigsten Verwendung.


Macht doch mit!
Lieblingsgrüße!



P.S.:
Wie ihr merkt ergänzt sich mein Hauptthema im Blog gerade etwas. Zum Nähen, Basteln, Selbermachen kamen einst die Topics Erziehen und Alltagsfragen. Mittlerweile hat sich die Thematik Nachhaltigkeit einen großen Raum in meinem Blog geschaffen.
Bisher habe ich das Gefühl, dass euch das auch sehr interessiert und ihr ebenfalls viele tolle Ideen habt, um gemeinsam einen grünen Fußabdruck zu hinterlassen.

Liege ich da richtig? Oder vermisst ihr den restlichen Pängkram gerade sehr?
Gebt mir doch mal eine ehrliche Antwort. 

09 März, 2018

Mandelmilch selbst gemacht - Grüne Gedanken in der Küche

Ich mag keine Kuhmilch.
Das hatte bei mir aber anfänglich ehrlicherweise keinen glorreichen Umwelt- oder Tierschutzgedanken, ebenso wenig lebe ich bewusst vegan oder habe entdeckte Unverträglichkeiten. Ich mag sie einfach nicht. In erster Linie finde den Gedanken Milch zu trinken einfach unangenehm.





Es gibt mittlerweile viele pflanzliche Alternativen, wie Reismilch, Sojamilch, Nussmilch, Kokosmilch, Hafermilch und und und... Die veganen Freunde unter euch kennen die Varianten sicherlich noch besser als ich.
Leider gibt es aber auch pflanzliche Milch nicht ohne entsprechender Umverpackung. Bei Kuhmilch kann man durchaus Glück haben und sie im Biomarkt oder beim Bauern in Glasflaschen erstehen. In meiner Kindheit bekamen wir eine zeitlang frische Kuhmilch direkt im großen Mehrweg-Kanister an die Haustür geliefert. Eine super Option, wenn man sie wählen kann!
Aber Kuhmilch - auch in Glasflaschen -  ist für mich einfach gar nichts. Während meinen Geschwister bei einem Gedanken an ein Glas kalte, frische Milch das Wasser im Milch zusammen läuft, setzt bei mir Übelkeit ein.

Ziemlich gerne mag ich jedoch Mandelmilch, Cashewmilch und all die anderen Nussmilchsorten. Und das Tolle daran ist, dass man diese Milch in seiner eigenen Küche herstellen kann, ohne dass man eine Kuh im Garten halten muss. Eine Nusspflanze wäre dagegen schon cool. Ob das hier in unseren Gegenden wohl geht?
Nicht unerheblich ist außerdem die Kostenersparnis, denn ein Liter Mandelmilch kostet im Supermarkt schnell bis zu drei Euro. 


Im Grunde benötigt man nur Mandeln und Wasser. Ich füge gerne noch ein paar weitere Specials hinzu, für meinen perfekten Geschmack. 


Du brauchst: 
etwa 80g Mandeln
Wasser
evtl. Zimt
evtl. Honig oder Datteln
evtl. 1 Prise Salz
evtl. 1 TL Öl, z.B. Leinöl oder Kokosöl




Die Mandeln werden über Nacht in Wasser eingeweicht. 
Anschließend gießt du das Wasser ab und spülst die Mandeln. Die eingeweichten Mandeln kommen in einen hohen Messbecher. Mit einem Prürierstab oder einem Zerkleinerer werden die Mandeln nun zerhackt. Dann gibst du etwa so viel Wasser hinzu, dass die Menge im Gefäß 1l ergibt. Wenn du magst kannst du nun auch etwas Honig, Datteln, Zimt, Salz und noch einen kleinen Spritzer Öl hinzugeben. Mixe alles noch einmal ausgiebig durch, bis die Masse richtig weiß und lecker aussieht. 




wie toll wäre es, wenn die Flaschenhälse sauber wären? Aber so siehts eben aus beim DIY :D

Die Milchmasse wird nun nur noch in eine Glasflasche abgegossen. Um die Mandelreste auszusieben verwende ich ein feinmaschiges Sieb. Wer mehr Schwebstoffe ausseihen möchte kann auch einen Teefilter oder einen Nussmilchbeutel verwenden. 

Das wars schon! Die Milch ist fertig und hält sich im Kühlschrank nun ca. 5 Tage, sofern sie nicht vorher ausgetrunken wird. 

Übrigens: Statt Mandeln kannst du auch andere Nussarten verwenden oder vielleicht sogar Nüsse mischen.  Ebenso kannst du aus 100g Hafer, Dinkel oder gekochtem Reis Milch herstellen. 
Die Milch verwende ich im Kakao, Müsli oder in meiner geliebten goldenen Milch. Aber auch beim Backen und Kochen setze ich die Milch ein.



Die zurückbleibenden Mandeln, der sogenannte Trester muss übrigens nicht weggeworfen werden. Ihr könnt ihn am Morgen unter das Müsli mischen, damit Brot oder Plätzchen backen oder unter das Porridge mengen.

Welche Milch trinkt ihr am liebsten?


Lieblingsgrüße
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Zerkleinerer:
Nussmilchbeutel