08 Mai, 2012

Der Beste bloggt - Ucyclingdienstag

(so Bester... heute gehört mein Blog dir und deinem upcycling)


Hallo ihr lieben  Leute,
heute darf ich mich mal zu Wort melden. Der viel gerühmte, oft kopierte, nie erreichte „Beste“ gibt seinen ersten Gastauftritt auf dieser Bühne. 
Mein Mädchen hat’s ja schon angekündigt, dass ich hier häppchenweise mein Hobby zur Schau stelle. Die Schlagzahl ist dabei nicht ganz so hoch, wie im Bunte-Knete-Land, aber von Zeit zu Zeit müssen bei mir die Späne fliegen, damit ich vom öden Büroalltag den Kopf frei kriege.
Meine Bank hat euch das Frl. Päng ja schon ausgiebig vorgestellt, obwohl ich sagen muss, dass ich eigentlich nur zu faul war, die ganzen Dachlatten zu entsorgen ;-)
Diesmal ist aus einem alten Bretterschuppen und einer alten Gartenschaukel, die mein Papa vor zirka 25 Jahren für mich gebaut hat, ein praktisches und robustes Upcycling-Projekt für unseren Garten geworden.
Das Design für unseren neuen Gartentisch stammt tatsächlich aus meiner Feder. Wer diesen Plan haben möchte (so dass man ihn auch lesen kann), kann sich gern per Kommentar melden, dann stelle ich euch den gern zur Verfügung. Ich würd mich über Fotos freuen, wenn ihr den Tisch tatsächlich baut.

Bauplan, puristisch:  nur Bleistift, kein Lineal!!
An Werkzeugen hab ich benutzt: Handkreissäge, Kapp/Gehrungssäge, Fuchsschwanz (ne Handsäge),  Akkuschrauber, Tischlerwinkel/Anschlagwinkel, Maßband.
Material: 9 Bretter á 200cm, vier Kanthölzer 8x8x75cm, fünf Dachlatten a 2m (waren von der Bank noch übrig), Jede Menge Schrauben (4,5x55mm Senkkopf).
Kosten: ich glaube ca. EUR 1,80 für die Schrauben, den Rest gabs ja quasi als Abfall. 




 

Zunächst habe ich die Beinchen für den Tisch vorbereitet und ausgeklinkt, damit sich die Rahmenbretter nachher quasi nahtlos einfügen lassen. Dabei stehen die Bretter oben genau soweit über, dass die Tischplatte nachher darin verschwindet (eine Brettdicke also).

Dann die Rahmenbretter schön auf Gehrung gesägt und mit den kurzen Brettern die Seitenteile geschraubt. Bei Schrauben gilt hier: viel hilft viel, zuviel ist viel zu viel. Aber so zehn Schrauben pro Beinchen dürfen es schon sein (verteilt auf zwei Seiten versteht sich).  
lange Rahmenbretter
*sssssssssssssiiinggggggggggggg* 
fertiges Seitenteil
ordentlich zusammen"spaxen"
Die Seitenteile habe ich dann mit den langen Rahmenbrettern verbunden und schon sieht es äußerst tischig aus. 

Jetzt werden die zugeschnittenen Dachlatten auf Höhe der Oberkante der Beinchen von innen in den Rahmen geschraubt und mit Querstreben (auch Dachlatten) ausgesteift. Darunter habe ich in der Mitte noch eine Längsstrebe (ihr ahnt es: eine Dachlatte) befestigt und alles miteinander verschraubt. 
Dachlatten in den Rahmen schrauben
Versteifung und "Tischplatte"

Jetzt ist der Rahmen im Prinzip fertig und die Tischplatte kann eingelegt und verschraubt werden. Jedes Brett wird bei mit mit 8 Schrauben befestigt, dann wird der Tisch auch ordentlich torsionssteif und trägt hüpfenderweise sogar einen ausgewachsenen Besten , trotz „Papa-darf-das-Bauch“.

Jetzt sollte man (sofern nicht schon vorm Kauf passiert) die Bretter ordentlich abschleifen und lackieren, damit auch Wind und Wetter und Zuckermädchenfinger dem Material nichts anhaben können. Das ist bei uns noch nicht passiert weil ich das Holz erst ein wenig verwittern lassen möchte. Dadurch öffnen sich zudem die Poren und der Lack kann richtig tief ins Holz eindringen. Nach dem Lackieren nochmal anschleifen und erneut lackieren und fertig ist euer Tisch für die Ewigkeit (jedenfalls hoffe ich das).

Fertig :-)
Ich hoffe es hat euch Spass gemacht und ihr seid auf den Span gekommen. Wenn den Tisch geschafft habt, guckt doch mal hier vorbei. 

Bis zum nächsten Mal! Frl. Pängs Bester ;-)

Mehr upcycling-Ideen gibts bei Nina

Kommentare:

  1. wie coool, einen tollen Besten hast du da gefunden ;)

    Der Tisch gefällt mir sehr gut, und ich werde das mal meinem Lieblingsmann zeigen ;)

    Liebs Gruessli
    Sandra

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  2. Schöner Gastbeitrag und toller Tisch... !Leider fehlen mir Holzvorräte, Werkstatteinrichtung, Platz und ein Bester mit entsprechendem handwerklichen Geschick. Stattdessen gibt's bei mir heute neue Altkleider für's Zuckermädchen. LG, Marja

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  3. Lilas Bester,
    danke für den schönen Beitrag, die gute Beschreibung, den unterhaltsamen Text und das Zeigen vom sensationellen Tisch. Echt ein wunderschönes Teil. Kompliment!
    Beste Grüße,
    Nina

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  4. Applaus, Applaus, mein Lieber! Toller Tisch, toller Text. Wenn ich mal "groß" bin, probiere ich bestimmt auch mal Holz aus. Als Werkstoff ist es mir total sympatisch - aber auch respekteinflößend. Die Möbel sollen ja was aushalten und nicht nur hübsch aussehen. Darum finde ich deinen Belastungstest auch sehr verantwortungsbewusst :-).

    Ich freue mich jedenfalls schon auf weitere Gastauftritte von dir. Viele Grüße von Kirstin

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  5. das "sssssing" und "spaxen" gefallen mir am Besten :)

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  6. Wow toll! Gute Arbeit!!

    LG Hanna

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  7. Ich finde, du hast das ausgezeichnet gemacht, mein Bester!!!

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  8. Ich hab den falschen Mann geheiratet. Ok, für mich ist er perfekt, aber wenn es ans Selbermachen geht ist er weg. Ich bin ein bisschen neidisch. Viele Grüße, Bärbel

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  9. Hallo,
    das ist ja eine tolle Anleitung. Kann man die noch bekommen?
    Viele Grüße sarah

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    1. Hallo Sarah,

      das kannst du ganz bestimmt! Schick mir doch ein Mail und ich leite sie an den Besten weiter.

      Liebe Grüße!

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